Das Leben germanischer Stämme
Geeignet ab Klassenstufe 3 bis 6
1. Tag:
Auf Zeitreise: Mit dem Zeitreiseseil bewegen wir uns über 2000 Jahre zurück und kommen in der Zeit der Menschen Nordeuropas an, den Germanen. Doch woher stammt überhaupt der Name Germane? Warum schnitzten sie Zeichen in Holz? Galten diese Runen vielleicht als Glücksbringer? Wir gehen auf Spurensuche, lernen diese alten Zeichen kennen und gestalten eigene Runenketten.
Am Thing: Ausgestattet mit unseren Schutzrunen ziehen wir zum wichtigsten Treffpunkt der Germanen in den Wald, dem Thing, dem Gerichtsplatz. Wir richten ein Thing ein und erfahren, wie die Menschen damals für Gerechtigkeit sorgten. Dann wetteifern wir um Schnelligkeit und Geschick: Wir toben uns im Wald richtig aus.
2. Tag:
Kunst und Handwerk: Schon vor 2000 Jahren waren die Menschen geschickt in Handwerk. Geschliffener Bernstein zum Beispiel war wertvolle Handelsware. Nun schleifen wir aus Bernsteinrohlingen wunderschöne glatte Steine für eigene Halsketten. Später stellen wir Wollarmbänder mit hübschen Holzperlen her. Denn auch die Wollverarbeitung war wichtig. Die feinen Wollstoffe der Germanen waren begehrte Tauschware.
Thingspiele: Rund um den Thingplatz im Wald wird nun geübt: Sperrwurf, Hammerwurf, Schildabwehr, Schwertlauf und das Bogenschießen. Wir gehen der Frage nach: Was ist ein Hort? Ist es ein Schatz oder ein uraltes Versteck? Was erzählen uns gefundene Schätze aus der Zeit vor über 2000 Jahren?
3. Tag:
Wer war Siegfried? Wir hören vom Drachenkämpfer Siegfried und der alten Nibelungen-Geschichte. Wir finden heraus, was aus den germanischen Stämmen geworden ist. Germanen nutzten Pfeil und Bogen zur Jagd. So nehmen wir uns Zeit, den Umgang mit Pfeil und Bogen zu üben. Zur Treffsicherheit gehört immer eine große Portion Glück. Auch einfache Schnitztechniken lernen wir. Wir gestalten kleine Figuren oder eigene Runenstäbe.
Freizeit: Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Ein Spaziergang durch das alte Dorf Müden bietet sich an. Dort sind große, alte Bauernhäuser zu bestaunen.
4. Tag:
Zwerge, Elben, Riesen: Eine Schatzsuche auf den Spuren der germanischen Sagen führt uns in den Wald. Hier lösen wir Aufgaben mit vielfältigen Naturerlebnissen. Dabei hören wir Geschichten über die damalige Naturverehrung. Schon vor über 2000 Jahren gab es Erzählungen mit Zwergen, Elben und Riesen. Und wir suchen mit Geschick und Teamwork einen Schatz.
Ein germanisches Dorf: Wieso lebten die Germanen in Dörfern, wo doch die Römer zur gleichen Zeit schon große Städte bauten? Gemeinsam überlegen wir, wie die Germanen in ihren Dörfern lebten und was ihren Tagesablauf bestimmte. Alle gestalten eine kleine Landschaft mit einem gebastelten Langhaus – ein großes Bauernhaus. Fluss und Pferde sollten nicht fehlen. So haben die Kinder eine schöne Erinnerung für zu Hause.
5. Tag:
Wieder im Hier und Jetzt: Nach dem Frühstück verlassen die Zeitreisenden die Jugendherberge.
Pädagogische Ziele: Das erlebnisorientierte Lernen in der Gruppe steht hier im Vordergrund. Vielfältige Spiele und Aktionen motivieren aktiv zu werden: Körperkoordination, handwerkliches Geschick und Kreativität werden gefördert. Abwechslungsreiche Naturerlebnisse fördern die positive Teamentwicklung.
Leistungen: Ausstattung, Verbrauchsmaterial, Betreuung durch eine pädagogische Fachkraft
Leitung: Umweltpädagogen von „Beim Raben – Umweltbildung und Kreativprogramme“
Dauer: Programm mit 4 Übernachtungen und 6 päd. Modulen
Termine: ganzjährig
Allgemeine Hinweise: Die Abend- und Freizeitgestaltung erfolgt in Eigenregie. Folgende Angebote hält das Team der Jugendherberge dafür bereit: Stockbrot backen am Lagerfeuer, Bücher über die Germanenzeit zum Angucken und Vorlesen, ein Nachterlebnisrucksack.

