Dreschen – Mahlen - Kneten

Wie im Lehmbackofen Brötchen entstehen

Geeignet ab Klassenstufe 3 bis 7

Vormittag
Im Spätsommer kann man sie überall auf den Feldern sehen riesige Mähdrescher, die Staub aufwirbeln, Stroh ausspucken und über ein großes Rohr fertig gedroschenes und gereinigtes Getreide auf den Anhänger pusten. Wir stellen heute unsere Brötchen ganz ohne große Maschinen her! Zuerst dreschen wir die Getreidekörner mit Dreschflegeln und Holzschuhen aus den Ähren. In einer Windfege erzeugen wir viel Wind, um das Korn von Staub und Spelzen zu befreien. Dann geht es im historisches Backhaus ans Mahlen. Mit großen Handmühlen wird mit eigener Muskelkraft Mehl hergestellt. Dies muss noch gesiebt werden, denn grobes Schrot eignet sich nicht zum Brötchenbacken. Und wann wird endlich gebacken? Dazu muss im großen Lehmbackofen viel Holz angezündet werden. Nach der Mittagspause wird der Teig geknetet.

Nachmittag:
Schon bald ist der große Lehmbackofen heiß. Nun müssen alle Teigzutaten gewogen, gemischt und kräftig verknetet werden. Während der Teigruhe bleibt Zeit, viel Interessantes über Getreide zu erfahren oder einfach ein wenig zu toben. An Stationen erfahren die Kinder wichtiges zu Getreidearten, Landbewirtschaftung und unserem Lebensmittelverbrauch.
Mit leckeren Zutaten wie Sonnenblumenkernen oder Sesam entstehen anschließend Brötchen verschiedenen Geschmacks. Sie werden geformt, auf Bleche verteilt und in den Lehmbackofen geschoben. Schon nach kurzer Zeit ist das kleine Gebäck fertig.
Wie das duftet! Schnell werden die Brötchen aufgeschnitten und mit Butter bestrichen, so dass sie noch auf dem warmen Brötchen verläuft. Sehr lecker!

Pädagogische Ziele: Durch das eigenhändige Erarbeiten der einzelnen Schritte auf dem Weg von der Getreideähre bis zum Brötchenbacken im Lehmbackofen festigt sich ein nachhaltiges Verständnis für den Zusammenhang zwischen dem eigenen Lebensmittelkonsum, der Landwirtschaft und den Einflüssen auf Natur und Umwelt. Die Wertschätzung für Getreide und Brot wird weiterentwickelt.
An Lernstationen werden die wichtigsten Getreidearten kennen gelernt, ebenso ihre vielfältige Verwendung. Ein Blick in andere Kulturkreise weist auf unterschiedliche Grundnahrungsmittel hin.

Leistungen: Ausstattung, Verbrauchsmaterial, Betreuung durch eine pädagogische Fachkraft

Leitung: Umweltpädagogen von „Beim Raben – Umweltbildung und Kreativprogramme“

Dauer: 1 Tage inkl. Mittagspause

Termine: ganzjährig

Allgemeine Hinweise:
Die Abend- und Freizeitgestaltung erfolgt in Eigenregie. Folgende Angebote hält das Team der Jugendherberge dafür bereit: Stockbrot backen am Lagerfeuer.

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